Sängerin, Schauspielerin, Moderatorin, Sprechtrainerin

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PERSÖNLICHES

"Wer in Frankreich ein Gedicht schreibt, schreibt ein Chanson.
Wer in Frankreich ein Chanson schreibt, schreibt ein Gedicht".
Boris Vian

Chansons und Gedichte begleiten mich seit meiner Kindheit. In ihnen fand ich schon  früh Möglichkeiten, mein dramatisches  Talent auszudrücken, speziell in den Gedichten.
Im Alter von zehn Jahren konnte ich "Max und Moritz" auswendig, hatte aber auch Goethe und Schiller im Repertoire, wenn am Sonntag Besuch kam und die  Küche meines Elternhauses kurzfristig zu meiner Bühne wurde, auf der ich hingebungsvoll vor mein erstes "Publikum" trat.
Mit den Chansons verhielt es sich etwas anders. Als ich das erste Mal im Radio Edith Piaf hörte, verstand ich zwar kein Wort, doch war ich wie elektrisiert. Die einzigartige Stimme berührte mich so tief und nachhaltig, dass ich schon damals wusste: ich will zur Bühne, und ich will SINGEN. Ich bin dann, über den Umweg der Lehrerin, tatsächlich Schauspielerin geworden. Dabei haben mich vor allem jene Rollen erfüllt, in denen ich singen konnte. Ich fühlte beim Singen eine besondere Kraft, spürte: das ist MEINES. Es hat zwar Jahre gedauert, bis ich mich mit einem eigenen Programm vor ein Publikum wagte, doch das Warten hat sich gelohnt. Nie werde ich - es war nach der Premiere von "Ach die Liebe" - Werner Schneyders spontane Reaktion vergessen: "SIE müssen unbedingt weiter singen".

Mittlerweile sind es neun Soloprogramme, auf die ich zurückblicken kann. In jedem einzelnen ist ein Stück von mir - meine Lebensfreude, meine Komik, mir wichtige Gedanken und tiefe Gefühle. Doch selbst heute weiß ich immer noch nicht ganz genau, wenn ich auf der Bühne stehe: ist es nun die Schauspielerin, die singt, oder ist es die Sängerin, die eine  Geschichte mit Musik erzählt? Was ich aber weiß: dass das Singen meine ureigene Leidenschaft ist, meine stärkste Kraft. Nirgendwo spüre ich deutlicher, dass das Leben im Hier und Jetzt liegt, als wenn sich ein Lied erhebt, zu leben beginnt, wenn es meine Gefühle und Gedanken mit sich nimmt, um die Herzen der Menschen zu öffnen.

Ich stehe auf der Bühne, um  Menschen zu berühren - jeden Abend, immer wieder von Neuem. Singen hat viel damit zu tun, an den Punkt zu gelangen, wo man im Einklang ist mit sich selbst, im Einklang mit dem Publikum, wenn alles mitschwingt, alles fließt.  Ein Takt, ein Rhythmus, ein Herzschlag. Ein Lachen. - Das ist mein Ideal vom Singen.

Ich singe in Deutsch und Französisch.  Ich liebe beide Sprachen. Beim gesprochenen Wort ist es natürlich das Deutsche, mit dem ich mich am direktesten vermitteln kann. Beim Singen weiß ich es manchmal nicht so genau … da habe ich den Eindruck, dass durch die französische Sprache und den Klang ihrer Worte eine weitere Dimension des Ausdrucks dazukommt. Als ob das Französische meiner Seele noch mehr Flügel verleiht …
Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein ganzes Leben ein Chanson ist. Das mag seltsam klingen und vielleicht auch ein bisschen abgehoben, aber so ist das oft mit Gefühlen. Jede Begegnung ein neuer Klang, jedes Erlebnis eine neue Strophe, jede Entscheidung eine überraschende harmonische Wendung. Mein Leben, ein Chanson. Es trägt mich durch die Tage und es erfüllt mich.  -  Mein wunderbarer Autor und Regisseur Alexander Kuchinka hat es in einem Chanson für mich so formuliert:

"Ein Chanson
Ist dir in jedem Jargon
Einfach zu jeder Saison
Ein Kompagnon
Ein Chanson
Kommt und fliegt wieder davon
Arm wär die Welt - ich glaub schon
Ohne Chanson
"



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